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EOS Radar Betriebsanleitung

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EOS Radar Füllstandssensor
Abbildung 1: EOS Radar Füllstandssensor
Inhaltsverzeichnis
  1. Allgemeine Warn- und Sicherheitshinweise
  2. Weiterführende Dokumentation
  3. Vorgesehene Verwendung
  4. Produktversion
  5. Lieferumfang und Versionen
    1. 5.1 Lieferumfang und optionales Montagezubehör
  6. Wichtige Komponenten
  7. Ortung und Lokalisierung
  8. externe Antenne
  9. Montage und Installation
    1. 9.1 Warn- und Sicherheitshinweise zur Montage
    2. 9.2 Empfohlene Befestigungsmethoden
    3. 9.3 Montagezubehör
    4. 9.4 Allgemeine Installationsanweisungen
    5. 9.5 Wichtiger Hinweis für Geräte mit externer Antenne
    6. 9.6 Wandmontage mit Schrauben (ohne SMA und M12)
    7. 9.7 Anbringung des Sensors mit 1,5-Zoll-Gewinde
    8. 9.8 Anbringung mit den M4-Schraubgewinden
    9. 9.9 Wandmontage mit Magneten
    10. 9.10 Wandmontage mit Klebestreifen
    11. 9.11 Vorderwandmontage mit Blindnietmuttern
    12. 9.12 Montage mit Flansch
    13. 9.13 Montage mit Edelstahlhalter 90° für Wand- und Deckenmontage
  10. Inbetriebnahme und Konfiguration
    1. 10.1 Inbetriebnahme und Konfiguration des Sensors über BLE
    2. 10.2 Akustisches Signal und Blinkmuster
  11. Klappenöffnungsdetektion mit Beschleunigungs- und Neigungssensor
  12. Kommunikation mit der Schnittstelle
    1. 12.1 LoRaWAN Join-Verhalten
    2. 12.2 Mioty Join-Verhalten
    3. 12.3 Cellular Join-Verhalten (NB-IoT und LTE-M1)
  13. Pflege und Reinigung
  14. Batteriewechsel und SIM-Karten-Wechsel
  15. SIM-Karten einlegen
  16. Kennzeichnung und Zertifizierung
  17. Bohrschablonen für die Installation

1. Allgemeine Warn- und Sicherheitshinweise

Gefahr
Unmittelbare Gefahr → führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Tod oder schwerer Verletzung.
Warnung
Gefährliche Situation → kann schwere Verletzungen verursachen.
Vorsicht
Risiko → meist leichtere Verletzungen oder Sachschäden.
Hinweis
Tipps und Infos.
Hinweis
  • Beachten Sie die Sicherheitshinweise und Installationsanweisungen in der Anleitung und der Montageliste.
  • Beachten Sie, dass die Installationsumgebung den vorgeschriebenen Einsatzbereichsrichtlinien entspricht. Halten Sie Temperatur und andere Grenzwerte jederzeit ein.
  • Das Gerät darf nur in den in den technischen Spezifikationen vorgegebenen Bereichen eingesetzt werden.
  • Das Gerät darf nur für den beschriebenen Einsatzzweck und Bereich verwendet werden.
  • Die Sicherheit und Funktionsfähigkeit kann nicht mehr garantiert werden, wenn das Gerät modifiziert oder erweitert wird.
  • Der Sensor darf nicht an Decken oder Böden montiert werden.
  • Der Betrieb des Sensors ist nur bis maximal 2000 m über Normalnull zugelassen.
  • Aufgrund der Human-Exposure-Vorschrift ist ein Mindestabstand zwischen Gerät und Personen von 20 cm einzuhalten.
  • Stellen Sie sicher, dass die Installationsumgebung den vorgeschriebenen Richtlinien für den Einsatzbereich entspricht. Halten Sie Temperatur- und sonstige Grenzwerte jederzeit ein.
  • Das Gerät gemäß den nationalen Umweltvorschriften entsorgen.
  • Die Instandsetzung des Gerätes darf nur durch den Hersteller erfolgen.
  • Beachten Sie die spezifischen Sicherheitshinweise zu Batterien und Lithium-Primärzellen.
Vorsicht

Falls das Gerät inkorrekt installiert wird:
  • Könnte es nicht ordnungsgemäß funktionieren.
  • Könnte es permanent beschädigt werden.
Bitte beachten:
  • Eine unsachgemäße Handhabung wie z. B. unsachgemäße mechanische Belastung oder das Fallenlassen des Gerätes kann zu Beschädigungen führen.
  • Werden andere als die empfohlenen Batteriezellen verwendet, können Performance und Produktsicherheit negativ beeinflusst werden.
Vorsicht
Falls das Gerät inkorrekt installiert wird, könnte es eine Verletzungsgefahr darstellen.
Warnung

Unsachgemäßer Umgang mit Lithium-Batterien (z. B. Beschädigung, falsches Laden, Kurzschluss oder hohe Temperaturen) kann zu Brand, Explosion oder Verletzungen führen.

Unsachgemäßer Umgang umfasst insbesondere mechanische Beschädigung, Überladung, Tiefentladung, Kurzschluss, Betrieb außerhalb der spezifizierten Temperaturbereiche sowie nicht bestimmungsgemäße Nutzung oder Entsorgung.

Warnung

Unsachgemäßer Umgang mit Lithium-Batterien kann zu Brand, Explosion oder Verletzungen führen.

  • Beschädigung der Batterie
  • Falsches Laden
  • Kurzschluss
  • Hohe Temperaturen
  • Mechanische Beschädigung
  • Überladung oder Tiefentladung
  • Betrieb außerhalb der spezifizierten Temperaturbereiche
  • Nicht bestimmungsgemäße Nutzung oder Entsorgung

2. Weiterführende Dokumentation

Bitte beachten Sie die Informationen und Grenzwerte im technischen Datenblatt.

Die sensorspezifischen Werkseinstellungen (Sentiface), sowie die Schlüssel und zulässigen Werte des Sensors finden Sie in der NFC und Downlinkbeschreibung . Die Senticom- und Sentivisor-Tabellen sind in der generischen NFC- und Downlink-Dokumentation zu finden. Die Sonderfunktionen zur Vandalismusdetektion und Klappenöffnungsdetektion sind ebenfalls generisch dokumentiert.

Die Möglichkeit zur Konfiguration der Sensor-Kommunikation finden Sie je nach Version in der jeweiligen generischen LoRaWAN® , Mioty® oder Cellular (NB-IoT und LTE-M1) Dokumentation.

Alle Dokumente zur generischen Dokumentation finden Sie unter https://docs.sentinum.de/wichtig-produktübergreifende-dokumentation-für-sensoren .

3. Vorgesehene Verwendung

Die Sensoren der EOS-Radar-Serie dienen der berührungslosen Füllstandsmessung von Flüssigkeiten sowie Schütt- und Stückgütern mittels Radartechnologie. Der Einsatz ist für industrielle Anwendungen, insbesondere im Bereich der Tank- und Bestandsüberwachung (z. B. IBC-Behälter), vorgesehen.

Die Geräte sind für den Betrieb in Innen- und Außenanwendungen ausgelegt und dürfen ausschließlich innerhalb der spezifizierten Umgebungs- und Betriebsbedingungen eingesetzt werden.

Die Montage erfolgt über geeignete mechanische Schnittstellen (z. B. 1,5"-Gewinde) oder alternativ mittels Schrauben, Klebeverbindungen, Magnetbefestigungen bzw. geeigneter Halterungen unter Beachtung der jeweiligen Montagehinweise.

Die Datenübertragung erfolgt drahtlos über die jeweils unterstützten IoT-Kommunikationsstandards zur Anbindung an übergeordnete Systeme, Plattformen oder Cloud-Dienste. Je nach Geräteausführung können zusätzlich integrierte Lokalisierungsfunktionen (GPS) zur Positionsbestimmung genutzt werden.

Eine bestimmungsgemäße Verwendung umfasst ausschließlich den Einsatz gemäß den technischen Spezifikationen, den zulässigen Betriebs- und Umgebungsbedingungen sowie den Installations-, Konfigurations- und Betriebsvorgaben des Herstellers.

Vorsicht

Eine Verwendung außerhalb der beschriebenen Einsatzbereiche oder entgegen den Herstellerangaben kann zu Fehlfunktionen, Messabweichungen, Sachschäden oder zum Verlust von Gewährleistungs- und Haftungsansprüchen führen.

4. Produktversionen

Artikel Code Batterie Ausführung Verfügbar Konfiguration
S-EOS-LOEU-R-F3xAAFlach BLE
S-EOS-MIOTY-R-F3xAAFlach BLE
S-EOS-NBM1-R-F3xAAFlach BLE
S-EOS-LOEU-R-F-SMA3xAAFlach BLE
S-EOS-MIOTY-R-F-SMA3xAAFlach BLE
S-EOS-NBM1-R-F-SMA3xAAFlach BLE
S-EOS-LOEU-R-F-SMA-M123xAAFlach X BLE
S-EOS-MIOTY-R-F-SMA-M123xAAFlach X BLE
S-EOS-NBM1-R-F-SMA-M123xAAFlach X BLE
S-EOS-LOEU-R-T3xAA1,5 Zoll Gewinde X BLE
S-EOS-MIOTY-R-T3xAA1,5 Zoll Gewinde BLE
S-EOS-NBM1-R-T3xAA1,5 Zoll Gewinde BLE
S-EOS-LOEU-R-T-SMA3xAA1,5 Zoll Gewinde BLE
S-EOS-MIOTY-R-T-SMA3xAA1,5 Zoll Gewinde BLE
S-EOS-NBM1-R-T-SMA3xAA1,5 Zoll Gewinde BLE
S-EOS-LOEU-R-T-SMA-M123xAA1,5 Zoll Gewinde X BLE
S-EOS-MIOTY-R-T-SMA-M123xAA1,5 Zoll Gewinde X BLE
S-EOS-NBM1-R-T-SMA-M123xAA1,5 Zoll Gewinde X BLE
Hinweis
X = Auf Anfrage verfügbar
Artikel Code Batterie Ausführung Verfügbar Konfiguration
S-EOS2C-LOEU-R-F2xCFlach X BLE
S-EOS2C-MIOTY-R-F2xCFlach X BLE
S-EOS2C-NBM1-R-F2xCFlach X BLE
S-EOS2C-LOEU-R-F-SMA2xCFlach X BLE
S-EOS2C-MIOTY-R-F-SMA2xCFlach X BLE
S-EOS2C-NBM1-R-F-SMA2xCFlach X BLE
S-EOS2C-LOEU-R-F-SMA-M122xCFlach X BLE
S-EOS2C-MIOTY-R-F-SMA-M122xCFlach X BLE
S-EOS2C-NBM1-R-F-SMA-M122xCFlach X BLE
S-EOS2C-LOEU-R-T2xC1,5 Zoll Gewinde X BLE
S-EOS2C-MIOTY-R-T2xC1,5 Zoll Gewinde X BLE
S-EOS2C-NBM1-R-T2xC1,5 Zoll Gewinde X BLE
S-EOS2C-LOEU-R-T-SMA2xC1,5 Zoll Gewinde X BLE
S-EOS2C-MIOTY-R-T-SMA2xC1,5 Zoll Gewinde X BLE
S-EOS2C-NBM1-R-T-SMA2xC1,5 Zoll Gewinde X BLE
S-EOS2C-LOEU-R-T-SMA-M122xC1,5 Zoll Gewinde X BLE
S-EOS2C-MIOTY-R-T-SMA-M122xC1,5 Zoll Gewinde X BLE
S-EOS2C-NBM1-R-T-SMA-M122xC1,5 Zoll Gewinde X BLE
Hinweis

X = Auf Anfrage verfügbar

5. Lieferumfang und Versionen

5.1 Lieferumfang und optionales Montagezubehör

Art. Nummer Empfohlenes Zubehör
Z-EOS-MAG-NEO Magnet-Set APOO Neodym
Z-EOS-FLANSCH-OI Flansch Edelstahl 4 mm
Z-EOS-FLANSCH-RUND Runder Flansch Edelstahl 4 mm
Z-EOS-GUF-PAD Klebepad für EOS-F Versionen (ohne Gewinde)
Z-EOS-DSN Dichtschnur
Z-EOS-BLECH-U U-Blech für die Deckenmontage (SMA freigelegt)
Z-EOS-I L-Blech für die Wandmontage
Z-EOS-SPX Holzschrauben
Z-EOS-DIN912 DIN 912 Schrauben M4
Hinweis

Die Bohrschablonen finden Sie am Ende der Betriebsanleitung.

Lieferumfang:

  • 3 × Batterien (bereits eingelegt)
  • EOS Radar Sensor
  • Betriebsanleitung (digital)

6. Wichtige Komponenten

Positionen der Komponentenigsten Komponenten des EOS Sensors
Abbildung 2. wichtige Komponenten
Bezeichnung Beschreibung
M1 Magnethalter 1
M2 Magnethalter 2
SMA SMA-Anschluss für externe Antenne
LED LED zur Statusanzeige, optischem Feedback und Blinksignalisierung
M12 M12-Anschluss auf der Oberseite des Sensors
Hinweis

Die dargestellten Komponenten können je nach Produktversion vorhanden oder nicht vorhanden sein.

Positionen der Komponentenigsten Komponenten des EOS Sensors
Abbildung 3. Positionen der Komponentenigsten Komponenten des EOS Sensors

7. Ortung und Lokalisierung

Die EOS Radar Serie verfügt über integrierte GNSS-Funktionalität zur globalen Positionsbestimmung. Dabei werden Signale mehrerer Satellitennavigationssysteme wie GPS, GLONASS, Galileo und BeiDou verarbeitet, um eine zuverlässige und präzise Lokalisierung zu ermöglichen.

Die Positionsbestimmung erfolgt über eine im Gerät integrierte Patch-Antenne, wodurch keine externe Antenne erforderlich ist und eine kompakte, robuste Bauweise gewährleistet wird.

Dies erlaubt den flexiblen Einsatz in mobilen und stationären Anwendungen, etwa zur Standortverfolgung von Containern, Tanks oder beweglichen Assets, auch unter anspruchsvollen Umweltbedingungen.

8. Externe Antenne

Der Sensor verfügt über einen SMA Konnektor und ist mit einer automatischen RF-Switching-Funktion ausgestattet.

Standardmäßig wird die interne Chip-Antenne genutzt. Beim Anschluss einer spezielle externen Antenne erfolgt die Umschaltung automatisch auf diese, wodurch eine optimierte Funkperformance sichergestellt wird.

Werden keine Antennen genutzt, die in der folgenden Tabelle aufgeführt sind, so muss die Umschaltung manuell über BLE erfolgen.

Hersteller Artikelnummer
Poynting OMNI-85
Poynting OMNI-280
Hinweis

Bei Verwendung freigegebener Antennentypen erfolgt die Umschaltung zwischen interner und externer Antenne automatisch. Für andere Antennenmodelle kann eine manuelle Konfiguration über BLE erforderlich sein.

9. Montage und Installation

9.1 Warn- und Sicherheitshinweise zur Montage

Hinweis

Falls der Sensor auch nach der Montage gut zugänglich ist, montieren Sie erst den Sensor und aktivieren diesen nach der Montage.

Falls der Sensor nach der Montage nicht mehr zugänglich ist, aktivieren Sie erst den Sensor und montieren diesen nach der Aktivierung.

Vergewissern Sie sich vor dieser Art der Montage, dass die Oberfläche, auf die der Sensor geschraubt werden soll, eben ist, da sonst das Gehäuse beschädigt werden kann.

Bitte beachten:

  • Führen Sie keine Gegenstände oder Körperteile in die Öffnungen des Sensors ein.
  • Montieren Sie den Sensor nicht an der Decke oder am Boden.
  • Montieren Sie den Sensor nicht in Höhen über zwei Meter.
  • Montieren Sie den Sensor nur in Innenräumen an einer Wand in einem gewöhnlichen Raum bei einer Höhe von 1,50 m bis 1,80 m.

Die Standardversionen des EOS-Sensors sind für eine Vielzahl industrieller und logistischer Anwendungen ausgelegt und verfügen über robuste Gehäuse mit hoher Schutzart.

Bei der Installation sind folgende Punkte zu beachten:

  • Montageort wählen, der innerhalb der spezifizierten Umgebungstemperaturen und -bedingungen liegt (siehe technische Daten).
  • Gehäuse nicht verdecken: Die Funkkommunikation (z. B. LoRaWAN, BLE) darf nicht durch metallische Objekte, dichte Gehäuse oder strukturabschirmende Materialien behindert werden.
Hinweis

Montieren Sie den Sensor im Optimalfall mit freier Sichtverbindung zum Himmel. Damit kann ein reibungsfreier Betrieb der Funkschnittstellen sichergestellt werden.

Die Antennen sind im Gerät in Richtung Oberseite ausgerichtet. Für eine optimale Funk- und GNSS-Leistung dürfen die Antennen nicht verdeckt werden. Es ist ein Mindestabstand von 1 m zu umliegenden Objekten einzuhalten.

Der Einbau in geschlossene Metallgehäuse oder in unmittelbarer Nähe zu größeren Metallstrukturen ist zu vermeiden, da dies die Signalqualität erheblich beeinträchtigen kann.

Für die GNSS-Funktion ist eine möglichst freie Sichtverbindung zum Himmel erforderlich, um eine zuverlässige Positionsbestimmung sicherzustellen.

  • Sensor stabil befestigen, idealerweise über die vorgesehenen Montagelöcher. Vibrationsarme oder feste Untergründe werden empfohlen.
  • Ausrichtung: Die Standardversion benötigt keine spezielle Ausrichtung und kann daher flach, vertikal oder horizontal montiert werden, je nach Anwendungsfall.
  • Nicht in unmittelbarer Nähe von starken elektromagnetischen Quellen montieren, um Signalstörungen zu vermeiden.
Hinweis

Dauermagnete können starke Magnetfelder erzeugen, die bei unsachgemäßer Handhabung gefährlich sein können. Beachten Sie daher die folgenden Warnhinweise:

Warnung
  • Hände und Finger schützen: Starke Magnete können sich schlagartig anziehen und Finger oder Haut einklemmen. Dies kann zu schmerzhaften Quetschungen und Verletzungen führen. Halten Sie beim Umgang mit Dauermagneten immer ausreichend Abstand und tragen Sie bei Bedarf Schutzhandschuhe.
  • Elektronische Geräte fernhalten: Magnetfelder können elektronische Geräte wie Computer, Smartphones, Kreditkarten, Herzschrittmacher und andere empfindliche Elektronik beschädigen oder ihre Funktion beeinträchtigen. Halten Sie daher immer ausreichend Abstand zu solchen Geräten.
  • Bruchgefahr beachten: Viele Dauermagnete bestehen aus spröden Materialien (z. B. Neodym), die bei plötzlichen Stößen oder hoher Belastung brechen können. Die Splitter können scharf sein und Verletzungen verursachen. Verwenden Sie die Magnete daher vorsichtig und vermeiden Sie Schläge oder zu hohe Belastungen.
  • Gesundheitliche Risiken: Menschen mit Herzschrittmachern oder anderen implantierten medizinischen Geräten sollten den Kontakt mit starken Magneten vermeiden, da die Magnetfelder diese Geräte stören oder deaktivieren können. Konsultieren Sie vor der Nutzung gegebenenfalls einen Arzt.
  • Magnete sicher lagern: Bewahren Sie Magnete in einem sicheren Abstand voneinander und von anderen metallischen Gegenständen auf. Ein plötzliches Anziehen kann zu Beschädigungen, Verletzungen oder unkontrollierbarem Herumfliegen der Gegenstände führen.
  • Gefahr für Kinder: Dauermagnete sind kein Spielzeug. Besonders kleine Magnete können beim Verschlucken oder Einatmen lebensgefährlich sein und zu schweren inneren Verletzungen führen. Bewahren Sie Magnete daher stets außerhalb der Reichweite von Kindern auf.
  • Erwärmung vermeiden: Dauermagnete verlieren bei Temperaturen über ihrer maximalen Betriebstemperatur (je nach Material zwischen 80 und 200 °C) dauerhaft ihre Magnetkraft. Setzen Sie Magnete daher keiner direkten Hitze oder offenen Flammen aus.

9.2 Empfohlene Befestigungsmethoden

Montageart Beschreibung Empfohlenes Zubehör
Verschraubung 2 Schrauben M4 oder M5 2× geeignete Senkkopfschrauben, ggf. Holzschrauben 4 mm – 5 mm
Magneten 2 Neodym-Topfmagneten M4, Innengewinde 2× Neodymmagneten (Indoor), zusammen 16–32 kg Tragkraft
Kleben Doppelseitiges Klebeband oder Montagekleber Doppelseitiges Klebeband oder Montagekleber

9.3 Montagezubehör

Montageart Empfohlenes Zubehör
Verschraubung Maschinenschrauben DIN 912 mit Muttern M4 oder Holzschrauben
Magneten 2 × Neodym-Topfmagnete, Haftkraft 16 – 32 kg inkl. 2 Schrauben
Kleben Doppelseitiges Klebeband
Nieten Zur Rückwandmontage mit Nietmuttern M4 oder Vorderwandmontage mit Blindnieten
Abstandplatte Maße siehe technische Zeichnung
Bohrschablonen Siehe Ende der Betriebsanleitung
Hinweis

Die Auswahl der geeigneten Befestigungsmethode hängt von der Einbausituation, dem Untergrund sowie den Umgebungsbedingungen der Anwendung ab.

9.4 Allgemeine Installationsanweisungen

Optimale Ausrichtung des Sensors
Abbildung 4. Optimale Ausrichtung des EOS Sensors

Der Sensor misst den Abstand zum Objekt optimal, wenn er parallel zu diesem ausgerichtet ist.

Bei stückigem oder schüttfähigem Material sollte der Sensor parallel zum Boden des Behälters montiert werden.

Idealerweise trifft der Sensorstrahl das zu messende Objekt in einem Winkel von 90°.

Schräge Ausrichtung des Sensors
Abbildung 5. Schräg montierter EOS Sensor

Wenn der Sensor nicht parallel zum Messobjekt montiert wird, kann die Messleistung beeinträchtigt werden.

Ist der Sensor nicht waagerecht ausgerichtet, ist darauf zu achten, dass die prozentuale Berechnung des Füllstandes angepasst wird.

Hinweis

Für eine optimale Messgenauigkeit sollte der Sensor möglichst rechtwinklig (90°) auf die zu messende Oberfläche ausgerichtet werden.

9.5 Wichtiger Hinweis für Geräte mit externer Antenne

Wenn Sie ein Gerät mit einer externen Antenne bestellt haben, die an dem goldenen SMA-Stecker zu erkennen ist, installieren Sie zuerst die Antenne.

Hinweis

Externe Antenne: Bitte beachten Sie, dass die Antenne immer senkrecht montiert werden sollte und dass die Spitze in den Himmel zeigt, wenn es die Anwendung erlaubt.

Die Antenne sollte mindestens 2 cm von Metalloberflächen entfernt sein. Achten Sie darauf, dass die Antenne nicht durch umgebende Metallteile abgeschirmt wird, sofern die Anwendung dies zulässt.

Interne Antenne: Wenn Ihr Gerät über eine interne Antenne verfügt (keine externe Antenne sichtbar), sollte der Sensor immer mit der langen Seite senkrecht montiert werden, da so die maximale Signalstärke des Geräts erreicht werden kann.

Die Antenne befindet sich auf der Oberseite (Logo-Seite) des Gehäuses und sollte mindestens 2 cm von Metalloberflächen entfernt sein. Achten Sie darauf, dass die Antenne nicht durch umliegende Metallteile abgeschirmt wird, soweit es die Anwendung zulässt.

9.6 Wandmontage mit Schrauben (ohne SMA und M12)

Hinweis

Diese Montageart funktioniert nur mit Versionen ohne SMA- oder M12-Anschluss.

Eine Bohrschablone finden Sie am Ende der Betriebsanleitung. Diese Art der Befestigung wird in der Regel verwendet, um den Sensor an der Decke zu befestigen.

Setzen Sie die entsprechenden Schrauben in die vorgesehenen auf der Vorderseite befindlichen Löcher ein.

Alternativ können auch geeignete Holz- oder Kunststoffschrauben verwendet werden, wenn der Sensor an den jeweiligen Materialien befestigt werden soll.

Verwenden Sie dazu die mitgelieferte Zweipunkthalterung.

Montage des EOS Sensors mit Schrauben
Abbildung 6. Abrwenden Sie handelsübliche M4-Schrauben sowie geeignetes Montagematerial entsprechend der jeweiligen Einbausituation.
Vorsicht

Ist der Sensor nicht parallel zum Messobjekt montiert, kann die Messgenauigkeit beeinträchtigt werden. Bei einer nicht-horizontalen Ausrichtung muss die Berechnung des Pegels entsprechend angepasst werden.

9.7 Anbringung des Sensors mit 1,5-Zoll-Gewinde

Der Sensor verfügt über ein 1,5"-Außengewinde und ist für die Montage in entsprechende 1,5"-Innengewinde vorgesehen.

Zur sicheren Abdichtung sind geeignete Dichtmaterialien wie Dichtschnur oder PTFE-Band (Teflonband) zu verwenden. Beim Einschrauben ist darauf zu achten, dass der Sensor gerade angesetzt und ohne Verkanten montiert wird.

Ein zu hoher Einschraubwiderstand deutet auf eine fehlerhafte Montage hin und kann zu Beschädigungen am Gewinde führen. In diesem Fall ist der Montagevorgang zu unterbrechen und zu prüfen.

Bei abweichenden Gewindegrößen sind geeignete und zugelassene Adapter zu verwenden. Die Installation ist gemäß den Vorgaben der Bedienungsanleitung durchzuführen.

Eine unsachgemäße Montage des Sensors kann zu Undichtigkeiten, Mediumsaustritt sowie zur Beschädigung des Gewindes führen. Dies kann Funktionsstörungen oder Gefährdungen im Betrieb verursachen.

Vorsicht

Der Sensor darf ausschließlich spannungsfrei und ohne Verkanten in das Gewinde eingeschraubt werden. Übermäßige Krafteinwirkung kann das Gehäuse oder das Gewinde dauerhaft beschädigen.

Montage des EOS Sensors mit 1,5-Zoll-Gewinde
Abbildung 7. Montage des EOS Sensors über das 1,5-Zoll-Gewinde.

9.8 Anbringung mit den M4 Schraubgewinden

Der Sensor verfügt über vier integrierte M4-Gewindeeinsätze zur mechanischen Befestigung. Zur Montage sind handelsübliche M4-Schrauben sowie geeignete Befestigungselemente zu verwenden.

Die maximal zulässige Einschraubtiefe beträgt 7,7 mm. Ein Überschreiten dieser Einschraubtiefe kann zu Beschädigungen der Gewindeeinsätze oder interner Komponenten führt.

Die Montage ist gleichmäßig über alle vier Befestigungspunkte auszuführen, um Spannungen im Gehäuse zu vermeiden. Schrauben sind mit geeignetem Drehmoment anzuziehen; ein Überdrehen ist zu vermeiden. Es ist sicherzustellen, dass die Montagefläche eben und ausreichend tragfähig ist. Bei Bedarf sind geeignete Unterlegscheiben oder Montageadapter zu verwenden. Die Installation ist gemäß den Vorgaben der Bedienungsanleitung durchzuführen.

Montage über M4-Gewindeeinsätze
Abbildung 8. Montage über die integrierten M4-Gewindeeinsätze
Hinweis

Maximales Drehmoment mit Abstandshalter sind 2 Nm. Ohne geeignete Distanzhülsen reduziert sich das Drehmoment auf 0,8 Nm.

9.9 Wandmontage mit Magneten

Eine Bohrschablone finden Sie am Ende der Betriebsanleitung. Die unten abgebildeten Magnete sind Neodym-Magnete. Andere Ausführungen können abweichen.

Neodym-Magnete bieten zwar eine höhere Haftkraft auf metallischen Oberflächen, sind jedoch nur bedingt für den dauerhaften Außeneinsatz geeignet. Bitte lassen Sie sich bei Bedarf von uns beraten.

Setzen Sie die entsprechenden Magnete in die vorgesehenen Löcher auf der Rückseite des Sensors ein. Die hier gezeigten Magnete sind Neodym-Magnete. Alternativ können für diesen Schritt auch Ferrit- Magnete verwendet werden.

Setzen Sie die Schrauben von der gegenüberliegenden Seite in die vorgesehenen Bohrungen ein und verschrauben Sie die Magnete fest mit dem Sensorgehäuse.

Optional können Anti-Rutsch-Abdeckungen über die Magnete gezogen werden. Die Anti-Rutsch-Abdeckung verhindert, dass der Magnet verrutscht, wenn das Montageobjekt Vibrationen ausgesetzt ist oder seine Position verändert wird.

Neben der dargestellten Rückwandmontage ist auch eine Vorderwandmontage möglich. Hierzu werden die Positionen von Magnet und Schraube vertauscht. Die Magnete werden dabei auf der Vorderseite und die Schrauben auf der Rückseite montiert.

Vorsicht

Vor der Montage ist sicherzustellen, dass die Tragfähigkeit der Montagefläche ausreichend ist. Starke Erschütterungen, Vibrationen oder ungeeignete Oberflächen können die Haltekraft der Magnete reduzieren und zum Herabfallen des Sensors führen.

Hinweis

Für den Außeneinsatz wird die Verwendung geeigneter, korrosionsgeschützter Magnetbefestigungen empfohlen.

Montage des EOS Sensors mit Magneten
Abbildung 9. Wandmontage des EOS Sensors mit Magnetbefestigung.

9.10 Wandmontage mit Klebestreifen

Stellen Sie vor dieser Montageart sicher, dass die Oberfläche sauber, trocken, glatt und klebfähig ist, da eine unebene oder staubige Fläche die Haftung der Klebestreifen beeinträchtigen kann.

Vermeiden Sie die Anbringung auf rauen, porösen oder feuchten Oberflächen, da dies die Klebekraft verringern und zu einem Ablösen der Halterung führen kann.

Drücken Sie die Halterung nach dem Aufkleben für einige Sekunden fest an, um eine optimale Verbindung zwischen den Klebestreifen und der Oberfläche zu gewährleisten.

Kleben Sie den doppelseitigen Klebestreifen im abgebildeten Bereich auf die Rückseite des Sensors. Das Tape sollte ausreichend dimensioniert werden, um den Halt zu gewährleisten.

Achten Sie bei Montagen mit Klebestreifen darauf, dass die Klebestreifen vollständig haften und sich keine Ecken lösen.

Diese Montagevariante kann sowohl für die T-Variante mit Gewinde als auch für die F-Variante („flache Variante") genutzt werden.

Montage mit Klebestreifen
Abbildung 10. Positionierung des Klebepads auf der Gehäuserückseite
Vorsicht

Die Haftung der Klebestreifen kann durch Staub, Feuchtigkeit, Fett, raue Oberflächen oder unzureichenden Anpressdruck beeinträchtigt werden.

9.11 Vorderwandmontage mit Blindnietmuttern

Eine Bohrschablone finden Sie am Ende der Betriebsanleitung. Die Vorderwandmontage wird verwendet, wenn Sie die Vorderseite des ApolloN-O-Sensors an der Wand des Objekts befestigen wollen, an dem der Sensor angebracht werden soll.

Die Vorderseite ist die Seite mit der Öffnung in der Mitte, auf der auch das Logo sichtbar ist.

Diese Montageart ist die bevorzugte Option, da sie einen einfachen Batterie- oder SIM-Kartenwechsel durch einfaches Lösen der Schrauben ermöglicht (im Gegensatz zur Vorderwandmontage mit Blindnieten).

Hinweis

Aktivieren Sie den Sensor vor Beginn der Installation.

Schritt 1: Bohren Sie je nach Sensortyp (nur Radar und ToF) die entsprechenden Löcher in die Wand, an denen Sie den Sensor befestigen möchten. Verwenden Sie dazu die Bohrschablone.

Die Löcher für die Blindnietmuttern sollten einen Durchmesser von 6,1 mm haben.

Schritt 2: Befestigen Sie nun die Blindnietmuttern mit einem geeigneten Werkzeug. Verwenden Sie die Distanzplatte und setzen Sie die Schrauben, wie in der Abbildung beschrieben, in die Laschen ein.

Ziehen Sie die Schrauben mit einem maximalen Drehmoment von 2 Nm an.

Wenn im Betrieb mit ständigen Vibrationen zu rechnen ist, empfehlen wir die Verwendung von Schraubensicherung.

9.12 Montage mit Flansch

Für die Befestigung sind handelsübliche M4-Schrauben zu verwenden. Beim Einschrauben ist unbedingt darauf zu achten, dass die Einschraubtiefe von maximal 7,7 mm in das Gewinde nicht überschritten wird.

Ein zu tiefes Einschrauben kann zur Beschädigung des Gehäuses oder der innenliegenden Komponenten führen.

Die Schraubenlänge ist entsprechend der Montagebedingungen auszuwählen.

Montage mit Flansch
Abbildung 11. Montage des Sensors mit Flansch
Vorsicht

Die maximale Einschraubtiefe von 7,7 mm darf nicht überschritten werden. Andernfalls können Gehäuse, Gewindeeinsätze oder interne Komponenten beschädigt werden.

9.13 Montage mit Edelstahlhalter 90° für Wand- und Deckenmontage

Der optionale Edelstahlhalter 90° ermöglicht die stabile Wand- oder Deckenmontage des EOS Sensors. Die Befestigung des Sensors erfolgt mittels vier M4x10-Schrauben am Montageadapter.

Der Montageadapter wird an den dafür vorgesehenen Gewindebohrungen auf der Rückseite des Sensors befestigt. Stellen Sie sicher, dass alle Schrauben gleichmäßig angezogen werden, um eine spannungsfreie Montage zu gewährleisten.

Der Edelstahlhalter kann anschließend mit geeigneten M8-Schrauben und entsprechendem Befestigungsmaterial an der gewünschten Montagefläche befestigt werden. Die Auswahl des Befestigungsmaterials ist abhängig von der Beschaffenheit der Wand- oder Deckenkonstruktion.

Achten Sie bei der Montage darauf, dass sich der Sensor in der vorgesehenen Messposition befindet und der Erfassungsbereich nicht durch bauliche Komponenten oder andere Gegenstände beeinträchtigt wird.

Vorsicht

Die Tragfähigkeit der Montagefläche ist vor der Installation zu prüfen. Eine unzureichende Befestigung kann zum Herabfallen des Sensors und zu Sachschäden oder Verletzungen führen.

Hinweis

Für die Befestigung des Edelstahlhalters werden handelsübliche M8-Schrauben und für den jeweiligen Untergrund geeignete Montageelemente empfohlen.

Montage des EOS Sensors mit Edelstahlhalter 90 Grad
Abbildung 12. Montage des EOS Sensors mit Edelstahlhalter

10. Inbetriebnahme und Konfiguration

Hinweis

Bitte beachten, dass es bei der Nutzung von Messern oder anderen spitzen Gegenständen zur Beschädigung des Gehäuses oder Elektronik kommen kann. Auf dem Sensor befinden sich zwei Hallsensoren (Magnetfeldschalter). Die folgende Grafik zeigt die Lage der Hallsensoren und die empfohlene Platzierung der Magnete.

Positionen M1 M2 SMA M12 LED
Abbildung 13. Positionen von M1, M2, SMA, M12 und LED
Position Beschreibung Funktion
M1 Magnetschalter 1
  • Wenn der Sensor ausgeschaltet ist, dann bewirkt ein Auflegen des Magnetes zwischen 2 und 8 Sekunden einen Start des Sensors und ein BLE Advertising
  • Ist der Sensor eingeschaltet, dann sind folgende Funktionen aktiv:
  • Magnet liegt an für 0-2 Sek.: BLE Advertising
  • Magnet liegt an für 2-8 Sek.: Übertragung wird getriggert und
  • Magnet liegt an für >8 Sek.: Reboot Device
M2 Magnetschalter 2 Custom Funktionen umsetzbar

10.1 Inbetriebnahme und Konfiguration des Sensors über BLE

  1. Alle Eos Varianten können per BLE mit dem Handy aktiviert werden. Verwenden Sie dazu einfach unsere LinOs APP von Sentinum GmbH, die Sie im App Store oder Google Play Store finden.
  2. Aktivieren Sie den Sensor, indem Sie den linken unteren Hallsensor (M1) kurz, mind. 2 Sekunden mit einem Magneten auslösen. Der Sensor sollte nun eine akustische Tonfolge zurückgeben. Der Advertising-Modus wird anschließend automatisch gestartet.
  3. Nun können Sie den Sensor bequem per BLE von Ihrem Endgerät aus ansteuern. Achten Sie darauf, dass Bluetooth auf Ihrem Handy eingeschaltet ist, und Sie sich in Reichweite des Sensors befinden, um diesen erreichen und ansteuern zu können.

BLE Advertising aktivieren

BLE Advertising aktivieren

Der BLE Advertising Modus lässt sich mit den Magneten oder nach Aktivierung des Sensors aktivieren.

BLE Gerät suchen

BLE Gerät suchen

Nutze die Schaltfläche „Search", um den Sensor über BLE zu suchen.

Mit dem Sensor über BLE verbinden

Mit Sensor verbinden

Wähle den richtigen Sensor aus und bestätige mit einem Klick auf „Eos".

Mit dem Sensor über BLE verbinden

BLE Advertising aktivieren

Klicke auf die Schaltfläche „Connect"

Mit dem Sensor über BLE konfigurieren

BLE Gerät suchen

Nutze jetzt die Schaltfläche „Configure", um Parameter einzustellen.

Mit dem Sensor über BLE konfigurieren

Mit Sensor verbinden

Mit der Schaltfläche „Trigger Send" kann eine Übertragung ausgelöst werden. Tippe in den gewünschten Tabelleneintrag und ändere die Werte. Bestätige mit der Schaltfläche unten „Update & Reboot" oder „Update". Update und Reboot erzwingt zusätzlich zur Änderung einen Reboot, Update wird bei der nächsten Messung oder Übertragung angewendet.

10.2 Akustisches Signal und Blinkmuster

  • Beim Einschalten des Geräts ertönt ein akustisches Signal, das aus mehreren aufsteigenden Tönen besteht. Diese Tonfolge signalisiert erfolgreiches Aktivieren des Sensors.
  • Beim Ausschalten werden mehrere abfallende Töne abgespielt, die das Herunterfahren des Geräts akustisch bestätigen.
  • Beim Herstellen oder Trennen einer Bluetooth-Verbindung (BLE) gibt der Sensor ebenfalls ein akustisches Signal aus, das den Verbindungsstatus bestätigt.
  • Weiterhin gibt es Blinkcodes die in der folgenden Tabelle beschrieben sind.

11. Klappenöffnungsdetektion mit Beschleunigungssensor und Neigungsdetektion

Der Apollon-Sensor ist mit einem integrierten 3-Achsen-Beschleunigungssensor des Typs ausgestattet, der für die zuverlässige Erkennung von Bewegungs- und Lageänderungen genutzt wird. Eine der zentralen Funktionen dieses Sensors ist die Detektion des Öffnens von Klappen, Deckeln oder Gehäusen, wie sie typischerweise in industriellen Anwendungen vorkommen.

  1. Lageerkennung im Ruhezustand:
    • Im geschlossenen Zustand der Klappe befindet sich der Sensor in einer definierten, stabilen Position.
    • Der LIS2DTW12 misst kontinuierlich die Beschleunigung entlang der X-, Y- und Z-Achse.
    • Über die sogenannte statische Beschleunigung (hauptsächlich durch die Erdanziehung verursacht) kann die absolute Lage der Klappe eindeutig erkannt werden.
  2. Änderung der Neigung oder Bewegung:
    • Wird die Klappe geöffnet oder bewegt, ändert sich die Orientierung des Sensors im Raum.
    • Der Sensor erkennt diese Änderung durch eine deutliche Abweichung der gemessenen Beschleunigungswerte auf mindestens einer Achse.
    • Diese Änderung wird als Trigger-Ereignis interpretiert.
  3. Schwellwertbasierte Erkennung:
    • Im Firmware-Setup des Apollon kann ein Neigungswinkel oder eine Bewegungsschwelle definiert werden (z. B. Änderung um 15, nicht ultra-low Power Betrieb)
    • Sobald die Messwerte diesen Schwellwert überschreiten, wird ein Klappenöffnungsereignis registriert.
Hinweis

Der Sensor kann natürlich weiter sehr stromsparend betrieben werden indem die Messfrequenz des Winkels entsprechend hoch eingestellt wird, z.B. 5 Minuten. Dann ist die Messung insignifikant zum restlichen Stromverbrauch.

  1. Optional: Interrupt-gesteuerter Betrieb:
    • Der Sensor unterstützt Low-Power-Modi mit Interrupt-Auslösung.
    • Das bedeutet, dass der Sensor im stromsparenden Zustand verbleibt und nur bei erkannter Bewegung einen Interrupt an den Mikrocontroller auslöst - ideal zur Verlängerung der Batterielaufzeit.
    • Nachteil: Der Winkel kann nicht eingestellt werden und ist auf 65° festgelegt
  1. Ereignisverarbeitung und Datenübertragung:
    • Nach einer erkannten Öffnung wird das Ereignis im internen Speicher protokolliert.
    • Je nach Konfiguration kann sofort ein Datenpaket über LoRaWAN, BLE oder ein anderes Netzwerkprotokoll gesendet werden, um das Ereignis zu melden.

Vorteile dieser Methode

  • Keine mechanischen Komponenten erforderlich (im Vergleich zu Reed- oder Magnetschaltern)
  • Unempfindlich gegenüber Magnetfeldstörungen
  • Einfache Nachrüstung oder Anpassung über Softwareparameter
Vorteil

Die Klappenöffnungsdetektion erfolgt rein sensorbasiert über Beschleunigungs- und Neigungsdaten. Dadurch sind keine zusätzlichen externen Schalter oder Magnetkontakte erforderlich.

12. Kommunikation mit der Schnittstelle

Die detaillierte Möglichkeit zur Konfiguration der Sensor-Kommunikation, dem Join-Verhalten finden Sie je nach Version in der jeweiligen generischen LoRaWAN® , Mioty® oder Cellular (NB-IoT und LTE-M1) Dokumentation.

Des Weiteren finden Sie alle Dokumente zur generischen Dokumentation unter https://docs.sentinum.de/wichtig-produktübergreifende-dokumentation-für-sensoren .

12.1 LoRaWAN Join Verhalten

Bevor Telemetriedaten via LoRaWAN versendet werden können, muss das Gerät eine Verbindung mit dem Netzwerk herstellen. Dazu versendet das Gerät so lange Join-Requests, bis erfolgreich ein Join-Accept empfangen wurde.

Als Kompromiss zwischen Energieverbrauch und zügigem Join, werden die Sendeabstände der Join-Requests immer größer. Außerdem wird auch die Datarate variiert (zunächst große Datarate bzw. kleiner Spreizfaktor, dann kleinere Datarate bzw. größerer Spreizfaktor).

Das Join Verhalten hält die Vorgaben und Empfehlungen der LoRa-Alliance Spezifikation strikt ein. Sentinum Sensoren setzen die Vorgaben durch sogenannte Join-Bursts, deren Abstand zueinander wächst.

Ein Join-Burst besteht aus maximal 6 Join-Requests mit abnehmender Datarate (DR5-DR0) bzw. zunehmender Spreizfaktor (SF7-SF12).

Die Abstände zwischen den Requests nehmen quadratisch zu, um die LoRa-Alliance spezifischen Duty-Cycle Richtlinien nicht zu verletzen.

Die LoRa-Alliance schreibt einen Abnehmenden Duty-Cycle für Join-Requests gemäß folgender Tabelle vor:

Zeit Duty-Cycle <1h 1% <11h 0.1%

Das bedeutet das in der ersten Phase (<1h) genau so viel Sendebudget zur Verfügung steht, wie in der zweiten (<11h), obwohl nur ein Zehntel der Zeit zur Verfügung steht.

Um das Budget maximal auszunutzen, sind die Abstände zwischen Join-Bursts (bestehend aus max. 6 Join-Requests) zunächst klein und werden dann größer.

Konkret werden in Phase 1 2 Bursts durchgeführt. In Phase 2 werden 2 weitere Bursts durchgeführt, ab Phase 3 wird 1 Burst pro Tag durchgeführt.

Die Länge der Bursts wächst von ca. 10 Minuten in Phase 1, über ca. 100 in Phase 2, auf bis zu 16 Stunden in Phase 3, an.

12.2 Mioty Join-Verhalten

Bevor Telemetriedaten via mioty versendet werden können, muss das Gerät eine initiale Kommunikationsstrecke mit der Basisstation aufbauen.

Ein expliziter Join-Prozess wie bei LoRaWAN ist nicht erforderlich. Stattdessen beginnt das Gerät direkt mit der Aussendung sogenannter Telegramme, die aus 512 Bit großen Datenpaketen bestehen, welche wiederum in bis zu 12 Subpakete (Sub-Packets) fragmentiert und über verschiedene Frequenzen sowie Zeitpunkte verteilt werden (Telegram Splitting).

Die erste erfolgreiche Zustellung eines Telegramms mit gültiger Geräte-ID wird vom Backend als Netzbeitritt interpretiert.

Die Konfiguration des Geräts (z. B. Device ID, Application Key) ist vorab festgelegt und muss mit dem Backend übereinstimmen.

Wird keine Bestätigung im Backend registriert (z. B. durch fehlende Empfangs-Timestamps oder fehlende Auswertungsergebnisse), beginnt das Gerät mit erneuten Übertragungsversuchen.

Diese Wiederholungen erfolgen in sogenannten mioty-Sendezyklen. Die Zyklusdauer wächst progressiv von anfänglich 5 Minuten (nach dem ersten Versuch), über 30 Minuten, auf bis zu 12 Stunden an, um die Duty-Cycle-Vorgaben (<1%) einzuhalten und gleichzeitig den Energieverbrauch zu minimieren.

Die Sendefrequenzen (868.0-868.6 MHz in Europa) und Kanäle werden zyklisch gewechselt, um Mehrfachkollisionen zu vermeiden.

Das Gerät verändert die Datarate nicht aktiv, da diese durch das Protokoll festgelegt ist (15.625 kbit/s für Uplink, optional 4.882 kbit/s für Downlink).

Die Telegramme sind robust gegenüber Interferenzen, da bei Empfang nur 3 von 12 Subpacketen korrekt empfangen werden müssen (Forward Error Correction).

Ein vollständiger Sendeversuch besteht aus einem Telegramm mit 12 Subpaketen über eine Dauer von ca. 1,2 Sekunden (inkl. Guard Time).

Bei erfolgreicher Registrierung wechselt das Gerät in einen regulären Betriebsmodus mit fixen Sendeintervallen.

Falls nach mehreren Sendezyklen (typisch 10-12) kein Empfang erfolgt, pausiert das Gerät für 24 Stunden, bevor ein neuer Initialisierungsversuch gestartet wird.

12.3 Cellular Join Verhalten (NB-IoT und LTE-M1)

Bevor Telemetriedaten via Cellular (NB-IoT oder LTE-M1) versendet werden können, muss das Gerät den standardisierten Netzbeitritt nach 3GPP (Release 13 ff.) durchführen.

Dazu scannt das Gerät zunächst den LTE-Frequenzbereich (z. B. Band 8 oder Band 20 für Europa) und sucht nach verfügbaren Zellen.

Nach erfolgreicher Synchronisation (PSS/SSS) und Decodierung des System Information Blocks (SIB) startet das Gerät den Attach-Prozess.

Dieser umfasst RRC Connection Request, NAS Authentication, Security Setup und Establishment eines PDP- bzw. PDU-Kontexts (APN, IP-Adresse).

Wenn der erste Netzbeitritt fehlschlägt (z. B. durch kein Empfang, abgewiesene Authentifizierung oder kein PDU-Kontext), startet ein Retry-Zyklus.

Die Retry-Zyklen unterliegen einem exponentiellen Backoff: Nach dem ersten Fehlschlag erfolgt der nächste Versuch nach ca. 15 Sekunden, danach 60 Sekunden, 5 Minuten, bis hin zu 6 Stunden.

Die maximale Anzahl an Join-Versuchen pro Tag ist durch den Carrier limitiert, z. B. auf 6 oder 8 Versuche.

Die Mobilfunkmodems halten sich strikt an die 3GPP- und GSMA-Richtlinien zur Netzwerkzugangskontrolle (Access Control Mechanism).

Sowohl NB-IoT als auch LTE-M1 nutzen Coverage Enhancement Levels (CE Level 0-2), um auch bei schlechtem Empfang erfolgreich beitreten zu können.

In CE Level 2 kann eine Nachricht mit bis zu 2048 Wiederholungen übermittelt werden.

Die Datenraten variieren dabei deutlich: NB-IoT arbeitet typischerweise mit bis zu 250 kbit/s im Uplink und 26 kbps im Downlink, während LTE-M1 Uplinkraten bis 1 Mbit/s erreicht.

Die Verbindungsdauer ist abhängig vom Netzstatus und kann im ungünstigen Fall (CE Level 2 + Backoff) mehrere Stunden betragen.

Zur Reduktion des Energieverbrauchs setzen Cellular-Geräte nach erfolgreichem Join Power-Saving-Mechanismen ein:

  • PSM (Power Saving Mode): Das Gerät bleibt für mehrere Stunden oder Tage im stromsparenden Schlafmodus und registriert sich erst bei der nächsten geplanten Sendung erneut.
  • eDRX (Extended Discontinuous Reception): Das Gerät überprüft nur in festgelegten Intervallen (z. B. alle 20 Minuten bis 3 Stunden), ob Downlink-Nachrichten vorhanden sind.

Wird kein Netz gefunden, unterbricht das Gerät seine Suche nach spätestens 60 Minuten und geht für mehrere Stunden in einen Tiefschlaf. Erst danach erfolgt ein neuer Netzsuch- und Join-Zyklus. Das Verhalten ist herstellerseitig optimiert und basiert auf den Empfehlungen der Netzbetreiber sowie den Anforderungen an hohe Energieeffizienz im IoT-Masseneinsatz.

13. Pflege und Reinigung

Damit der Sensor zuverlässig funktioniert und eine lange Lebensdauer gewährleistet ist, sollte er regelmäßig gepflegt werden. Beachten Sie dabei die folgenden Hinweise:

  • Reinigen Sie das Gehäuse, insbesondere die Lüftungsschlitze des Sensors mit einem trockenen oder leicht angefeuchteten Mikrofasertuch. Achten Sie darauf, dass keine Feuchtigkeit in das Gerät eindringt.
  • Führen Sie die Reinigung regelmäßig durch, insbesondere in staubigen oder pollenreichen Umgebungen, um die Funktionalität des Sensors langfristig sicherzustellen.
  • Verzichten Sie auf alkohol- oder lösungsmittelhaltige Reinigungsmittel, da diese die Oberfläche des Sensors beschädigen können.
  • Verwenden Sie keine Druckluft oder andere intensive Reinigungsmethoden, da diese empfindliche Sensorbauteile beschädigen können.
  • Harte Ablagerungen (z.B. Kalk, Öl oder Fett) können die Messgenauigkeit beeinträchtigen. Falls notwendig, mit einem weichen, feuchten Tuch und mildem Reinigungsmittel frühzeitig reinigen.
  • Bei optischen oder radarbasierten Sensoren sollten die Linsen bzw. Antennenflächen regelmäßig auf Verschmutzung oder Kratzer überprüft werden.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig den festen Sitz des Sensors sowie der Halterung.

14. Batteriewechsel und SIM Karten Wechsel

Hinweis

Bitte machen Sie sich mit allg. Sicherheitsvorschriften zu den eingesetzten Lithium Batterien vertraut. Diese finden Sie unter https://docs.sentinum.de/sensoren-und-produktreihen .

Warnung

Unsachgemäßer Umgang mit Lithium-Batterien (z.B. Beschädigung, falsches Laden, Kurzschluss oder hohe Temperaturen) kann zu Brand, Explosion oder Verletzungen führen. Unsachgemäßer Umgang umfasst insbesondere mechanische Beschädigung, Überladung, Tiefentladung, Kurzschluss, Betrieb außerhalb der spezifizierten Temperaturbereiche sowie nicht bestimmungsgemäße Nutzung oder Entsorgung.

Kommunikationsstandard Zugelassene Batterien
LoRaWAN® und mioty®
  • AA LiSOCl2 Zelle vgl. SAFT LS14500
  • Energizer® Ultimate Lithium-Batterien – AA
S-EOS2C-XXX
  • C LiSOCl2 Spiral Zelle
  • C LiMnO2 Sprial Zelle vgl. LM26500 SAFT
Parameter Wert
Drehmoment 1,5Nm maximal
SIM Karten Format Nano SIM 4FF
Hinweis

Lithium-Batterien dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden. Sie enthalten wertvolle Rohstoffe sowie potenziell gefährliche Stoffe und unterliegen daher gesetzlichen Rücknahmepflichten.

  • Geben Sie gebrauchte oder defekte Batterien ausschließlich bei geeigneten Sammelstellen (z. B. Wertstoffhof oder Händler) ab.
  • Achten Sie darauf, die Batterie vor der Entsorgung vor Kurzschluss zu schützen (z. B. durch Abkleben der Pole).
  • Beschädigte, aufgeblähte oder ausgelaufene Batterien müssen besonders vorsichtig behandelt und getrennt abgegeben werden.
  • Werfen Sie Batterien nicht ins Feuer und vermeiden Sie mechanische Beschädigungen.

Die ordnungsgemäße Entsorgung trägt zum Schutz von Umwelt und Gesundheit bei.

Batteriewechsel EOS Sensor
Abbildung 13. Batteriewechsel

15. SIM-Karten einlegen

SIM-Kartenhalter EOS Sensor
Abbildung 14. Simkarte einlegen

16. Kennzeichnung und Zertifizierung



Supported radio technologies
trash bin Logo

17. Bohrschablonen für die Installation

Bohrschablone EOS Sensor
Abbildung 15. Bohrschablone für die Installation des EOS Sensors
Hinweis

Verwenden Sie die dargestellte Bohrschablone zur exakten Positionierung der Befestigungslöcher während der Installation des Sensors.