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Generische NFC und Downlink Dokumentation

Sie suchen die generische NFC und Downlink Dokumentation oder fragen sich, wie bestimmte Parameter und Werte für die Aktivierung zu interpretieren sind?

Downlink Dokumentation Generisch DE – HTML
📄 Du kannst das PDF oben ansehen oder hier herunterladen.

1. Versionshistorie

Version Datum Revision
1.0.0 06.01.2023 Erstellt
1.0.1 09.04.2026 Struktur vereinheitlicht
Downlink präzisiert
Inhalte aktualisiert

2. Downlinks

Diese Dokumentation kann für alle Sensoren der Sentinum-Serie verwendet werden, die über die Funktionen NFC und Downlink verfügen. Sie dient als generische Dokumentation. Die einzelnen Beschreibungen der Felder sind in der jeweiligen sensorspezifischen Dokumentation zu finden.

Alle Downlinks des Sensor- und LoRa-Moduls werden auf Port 4 terminiert. Alle Befehle, die eine Funktion ausführen, zum Beispiel Resets, werden auf Port 5 terminiert.

Wie die Nutzlast sind auch die Downlink-Befehle in Module unterteilt. Der Sensor fungiert lediglich als Container, der die Befehle verwaltet und umsetzt. Die Downlinks können verwendet werden, um den Sensor für die jeweilige Anwendung zu konfigurieren. Neben Konfigurationen können auch ausführende Downlinks wie ein Reset durchgeführt werden. Alle Befehle sind durch Minimal- und Maximalwerte geschützt.

Hierarchische Struktur:
  • Modul
  • Gruppe
  • Ressource
  • Befehl

Ein Modul hat mehrere Gruppen, die sich wiederum aus mehreren Ressourcen zusammensetzen.

3. Übersicht über die Ports für den Downlink

Port Kanal Beschreibung
0 Uplink Join
1 Uplink Telemetrie Uplink
2 Uplink Information Uplink
3 Uplink Antwort auf einen Downlink
4 Downlink Port für Downlinks zum Festlegen von Einstellungen
5 Downlink Alle Befehle mit EXEC gekennzeichnet, z. B. Supervisor-Modul, Reboot, Reset oder Start Scan
6 Downlink Downlink-Kommando für das Auslesen von Konfigurationen
192 Uplink GNSS Scan Daten
197 Uplink WIFI SSID Scan Daten
Merksatz: Port 4 für Konfiguration, Port 5 für ausführende Befehle, Port 6 für das Auslesen aktueller Konfigurationen.

4. Module und Gruppen – Übersicht Beispiel

Modul Modulschlüssel Gruppe Gruppen ID Beschreibung
Juno 0x1XXX Alarm Settings & Timing 0x00 Definiert Parameter für Alarmeinstellungen, Messungen und Übertragungsverhalten
Juno 0x1XXX ToF Sensor Settings 0x01 Definiert Messparameter für den ToF-Sensor
Juno 0x1XXX Radar Sensor Settings 0x02 Definiert Messparameter für den Radar Sensor
Juno 0x1XXX Opening Detection Settings 0x03 Definiert Messparameter für den Öffnungszähler
Juno 0x1XXX Vandal Detection Settings 0x04 Definiert Messparameter für die Vandalismusdetektion
LoRa 0x2XX1 Network Settings 0x00 Netzwerk Management Settings
LoRa 0x2XX1 Transmission Settings 0x01 Übertragungsparameter und Protokolleinstellungen
LoRa 0x2XX1 Rejoin Settings 0x02 Parameter für Link Check

5. Wichtige Punkte zum Umgang mit Downlinks

  • Alle Konfigurationsbefehle für Sensor- und LoRa-Module werden auf Port 4 ausgeführt, alle Ausführungsbefehle auf Port 5.
  • Innerhalb verschiedener Unterversionen garantiert Sentinum die Abwärtskompatibilität. Ein Sentiface-/Sensor-Modul mit dem Schlüssel 0x1121 akzeptiert auch Downlink-Befehle mit dem Schlüssel 0x1111.
  • Der eigentliche Wert, der dem Sensor per Downlink mitgeteilt wird, beträgt immer 4 Bytes, außer bei Befehlsnachrichten (Executables). Dort variiert die Nachrichtengröße.
  • Ein Downlink wird immer mit einem zusätzlichen Uplink als Folge quittiert.
  • Ab Version 0x22XX können aktuelle Parameter per Downlink abgefragt werden. Dazu wird kein Wert zur Konfiguration mitgesendet. Der Downlink muss auf Port 6 gesendet werden, die Antwort erfolgt auf Port 3.
Beispiel zum Auslesen des aktuellen ADR-Werts:
11 22 11 01 02

6. Struktur des Modulschlüssels

Aufbau des Modulschlüssels

Byte Bitbereich Bedeutung
Byte 1 Bit 7–4 Base ID, z. B. Sensor, LoRa oder Sentivisor
Byte 1 Bit 3–0 Major Version (SW/HW Version)
Byte 2 Bit 7–4 Minor Version (SW/HW Version)
Byte 2 Bit 3–0 Produkt Version (Mounted sensors)

Der Modulschlüssel des Sensor-Moduls kann aus den ersten zwei Bytes jedes Uplinks entnommen werden.

  • Der hier erklärte Modulschlüssel bezieht sich nur auf das Sensor-Modul. Für das LoRa-Modul ist als Modulschlüssel immer 0x2XXX zu verwenden.
  • Zusätzlich zu den Downlinks gibt es eine App zur initialen Konfiguration des Sensors. Die NFC-Schnittstelle bietet weitere Konfigurationsmöglichkeiten, etwa für APPEUI oder APPKEY.

Allgemeiner Downlink-Aufbau

Byte Bezeichnung Beschreibung
Byte 0 Token Dient dazu, einem zuvor gesendeten Befehl eine Bestätigung zuzuordnen. Kann frei gewählt werden.
Byte 1 bis 2 Modulschlüssel Beschreibt die spezifische Version des Sensors und wählt das Modul aus.
Byte 3 Gruppe Wählt die Gruppe aus, der der Befehl zugewiesen ist.
Byte 4 Ressource Wählt die Ressourcen-ID innerhalb der Gruppe aus.
Byte 5 bis 8 Wert Enthält den neuen Ressourcenwert.
Beispiel-Downlink:
0x01 0x1111 0x03 0x00 0x00 00 10 00

7. Befehle zum Ausführen – Executables

Downlink-Befehle können im Netzwerkserver eingeplant werden. Diese besitzen keinen einstellbaren Wert, das heißt die letzten vier Bytes zur Wertsetzung entfallen. Executable-Befehle sind den jeweiligen Gruppen zugeordnet.

Das folgende Beispiel zeigt vereinfacht die GNSS-Gruppe eines Juno-Sensors.

Ressource Ressourcen ID Beschreibung Modulschlüssel
GNSS MODUS 0x00 Reihenfolge der Lokalisierungstechnologien: 0 Aus, 1 GNSS Scan, 2 WIFI SSID Scan, 3 GNSS dann WIFI, 4 WIFI dann GNSS 22XX
GNSS UPDATE PERIODE 0x01 Aktualisierungszeitraum der Lokalisierung in Stunden 22XX
ALMANAC DATEN HERUNTERLADEN 0x02 0: keine Daten herunterladen, 1: Almanac-Daten herunterladen 22XX
GNSS IN MOBILEN ANWENDUNGEN 0x03 0: optimiert für statische Objekte, 1: optimiert für sich bewegende Objekte 22XX
SCAN AUSFÜHREN 0x04 Scan starten. Beispiel-Downlink auf Port 5: 11 2211 03 04 22XX

8. Begriffserklärungen für die Dokumentation

Begriff Erklärung
Gruppen ID Eine ID, die dem Nutzer ermöglicht, verschiedene Ressourcen innerhalb einer Konfigurationseinheit zu ändern.
Ressourcen Einzelne veränderbare Elemente, die für die Konfiguration und Anpassung eines Systems verantwortlich sind.
Ressourcen ID Ein Identifikator, der verschiedene Konfigurationsoptionen eines Systems unterscheidbar macht.
Schlüssel Ein NFC-/BLE-Schlüssel zur Authentifizierung und Zugriffssteuerung auf Ressourcen innerhalb eines Systems.
Min / Max Minimum / Maximum
Modulschlüssel Ein Schlüssel, der den Zugriff auf eine spezifische Konfigurationseinheit innerhalb eines Systems ermöglicht.

Weitere Begriffserklärungen

Begriff Erklärung
grün / gelb / rot Im Fokus steht nicht die Farbechtheit, sondern die Vielfalt an Nuancen von Grün / Orange, Gelb und Bernstein / Rot-Tönen, wobei die Farben je nach Produkt variieren können.
Default (alt) Wird als Synonym für Werkseinstellung verwendet.

9. Sensor Einstellungen – Beispiel Apollon-Q

9.1. Sensor: Gruppe Timings und Alarme 0x00

Ressource Ressourcen ID Beschreibung Min Max Werkseinstellung Einheit Modulschlüssel
MEASUREMENT PERIOD 0x00 Legt den Zeitraum fest, in dem Messwerte aufgezeichnet werden. 5 660 60 1111
DELTA VALUE 0x01 Absoluter Betrag, um den sich der Füllstand zur letzten Übertragung ändern muss, damit eine Alarm-Übertragung ausgelöst wird. 30 2000 200 1111
TRANSMISSION INTERVAL 0x02 Anzahl der Messungen, nach denen der Sensor trotz fehlender Alarmbedingung einen Uplink plant. 1 10 1 dr 1111
MASTER VALUE 0x03 Legt fest, welcher Sensorwert in den master_value-Parameter geschrieben wird: 0 ToF, 1 Radar. 0 1 0 1111

9.2. Sensor: Gruppe ToF Sensor Einstellungen 0x01

Ressource Ressourcen ID Beschreibung Min Max Werkseinstellung Einheit Modulschlüssel
ToF RANGING MODE 0x00 0 automatisch, 1 fest. Im Automatikmodus wählt der Sensor zwischen kurz, mittel und lang. 0 1 0 1111
ToF RANGE INDEX 0x01 0 kurz, 1 mittel, 2 lang. 0 2 1 1111
ALGORITHM APPLIED 0x02 0 Keine Histo, 1 Histo, 2 Mischform. 0 2 2 1111

9.3. Sensor: Gruppe Öffnungsdetektion 0x03

Ressource Ressourcen ID Beschreibung Min Max Werkseinstellung Einheit Modulschlüssel
OPENING DETECTION COOLDOWN 0x00 Zeitspanne, in der nach einer ausgelösten Öffnung keine weitere Öffnung ausgelöst werden kann. 1 600 120 1111
OPENING DETECTION ALARM AFTER 0x01 Zeit, wie lange die Abdeckung geöffnet sein muss, bevor ein Alarm ausgelöst wird. 60 3600 900 1111
OPENING DETECTION SOURCE 0x02 0 Keine, 1 Beschleunigungssensor, 2 Hall Schalter. 0 2 0 1111
OPENING DETECTION HALL SWITCH 0x03 0 Behälter geschlossen bei betätigter Magnetspule, 1 Behälter offen, 2 Sensor zählt eine Öffnung bei zweimaligem Überfahren. 0 2 0 1111
OPENING DETECTION ACTIVE 0x04 0 deaktiviert, 1 aktiviert. 0 1 0 1111
OPENED LID OR FLAP 0x05 Legt fest, ob nach der Zeit „Offener Alarm nach" ein Alarm ausgelöst wird, wenn der Behälter geöffnet ist. 0 1 0 1111

9.4. Sensor: Gruppe Vandalismusdetektion 0x04

Ressource Ressourcen ID Beschreibung Min Max Werkseinstellung Einheit Modulschlüssel
VANDALISM DETECTION ACTIVATED 0x00 0 Vandalismus-Erkennung aus, 1 Vandalismus-Erkennung ein. 0 1 0 1111
IMPACT DELTA 0x01 Maximale Zeit zwischen zwei Einschlägen, damit ein Vandalismusalarm gemäß Schlaganzahl ausgelöst wird. 5 100 30 sek 1111
IMPACT NUMBER 0x02 Anzahl der Einschläge, von denen maximal zwei innerhalb von Impact Delta liegen dürfen. 3 100 5 1111
IMPACT STRENGTH 0x03 Ab Beschleunigung größer als der eingestellte Schlagkraftwert wird ein Schlag gezählt. 500 2000 1000 Mg 1111
COOLDOWN 0x04 Zeitspanne, in der nach einem Vandalismusalarm kein weiterer Vandalismusalarm ausgelöst werden kann. 10 1440 30 min 1111

9.5. Sensor: Gruppe Nachsendungen von Werten 0x05

Ressource Ressourcen ID Beschreibung Min Max Werkseinstellung Einheit Modulschlüssel
TRANSMIT PAST READINGS 0x00 Übertragen vergangener Messwerte: 0 aus, 1 an. 0 1 1 1111
NUMBER OF PAST READINGS 0x01 Anzahl der vergangenen Lesungen, die in einem Paket übermittelt werden. 1 15 10 1111

10. Beispiele

Zunächst wollen wir unseren Sensor konfigurieren. Wir entscheiden uns, den Sensor in einen bestätigten Modus zu versetzen. Dazu sehen wir uns den folgenden Downlink (HEX-Code) an:

9.1. Bestätigten Modus setzen

Beispiel-Downlink zum Aktivieren des bestätigten Modus.

01 21 11 01 00 00 00 00 03
Beispiel für bestätigten Modus
Abbildung 1: Annotiertes Beispiel aus der PDF.

9.2. Messintervall auf 24 Mal pro Tag ändern

Beispiel-Downlink für ein Intervall von 60 Minuten.

01 11 11 00 00 00 00 00 3C
Beispiel für Änderung des Messintervalls (60 Minuten)
Abbildung 2: Beispiel für die Änderung des Messintervalls.