LoRaWAN Schnittstelle
Sie suchen einen LoRaWAN Schnittstelle für den Hyperion?
- Generelle Beschreibung der LoRaWAN Schnittstelle
- Hardwarebeschreibung
- Installation und Konfiguration
- LoRaWAN Funktionsübersicht
- Konfiguration der Messwertübertragung
- Uplink-Meldung
- Standard Uplink
- Messwerte-Register und Statuscodes
- Status Codes
1. Generelle Beschreibung der LoRaWAN Schnittstelle
- Der Hyperion LoRa ist kompatibel zu LoRaWAN® 1.0.3 (Klasse C).
- Der Hyperion LoRa speichert alle für LoRaWAN® erforderlichen Parameter und deren Konfiguration dauerhaft auf dem LoRa-Modul.
- Eine Neuparametrierung ist ausschließlich über das Messgerätedisplay oder per LoRaWAN®-Downlink-Nachricht möglich.
-
Der Hyperion LoRa synchronisiert seine interne Uhr
mindestens einmal täglich automatisch über eine
regelmäßig geplante
DeviceTimeReq. - Der Hyperion LoRa ermittelt und optimiert seine Sendeparameter selbstständig, beispielsweise Datenrate und Spreading Factor (SF).
- Standardmäßig verfügt das Messgerät über eine interne Antenne. Eine Ausführung mit externer Antenne ist auf Anfrage erhältlich.
- Der Betrieb des Hyperion LoRa mit SMA-Anschluss ist nur mit angeschlossener Antenne zulässig.
- Die externe Antenne ist standardmäßig deaktiviert.
- Eine unsachgemäß installierte Antenne kann den Hyperion beschädigen.
2. Hardwarebeschreibung
Die LoRaWAN®-Schnittstelle des Hyperion LoRa basiert auf dem LoRa-Funkstandard. Dadurch können Messdaten auch über große Entfernungen zuverlässig übertragen werden, selbst in Umgebungen ohne permanente Kommunikationsverbindung.
Für eine stabile und leistungsfähige Verbindung zum LoRaWAN®-Gateway passt das Messgerät seine Sende- und Empfangsparameter kontinuierlich und automatisch an.
Zur einfachen Integration in ein Netzwerk kann der aktuelle Verbindungsstatus direkt auf dem Display des Messgeräts angezeigt werden.
- Frequenzbereich: EU 863–870 MHz
- Gerätetyp: LoRaWAN® Class C
- Zwei-Wege-Kommunikation
- Die LoRaWAN®-Schnittstelle steht jederzeit für Downlink-Nachrichten zur Verfügung (Class C).
- Sendeleistung: 14 dBm
Anschluss einer externen Antenne
Für den Anschluss einer externen Antenne an den SMA-Anschluss ist eine Antenne mit SMA-Stecker zu verwenden.
Beim Einsatz einer externen Antenne muss die entsprechende Option am Messgerät aktiviert werden.
- Die Verwendung einer RP-SMA-Antenne (auch mit Adapter) wird nicht empfohlen.
- Wird der Hyperion LoRa an einem LoRaWAN®-Netzwerk ohne Class-C-Unterstützung betrieben, arbeitet das Gerät automatisch als Class-A-Endgerät.
- Der Hyperion LoRa verwendet eine adaptive Datenrate (ADR). Ein Einsatz als Roaming-Gerät sollte deshalb vorab sorgfältig geprüft werden.
3. Installation und Konfiguration
Dieser Abschnitt behandelt die Sicherheit bei der Installation, die Einrichtung der Antenne sowie die erforderlichen Konfigurationsschritte vor der Inbetriebnahme des Hyperion LoRa-Messgeräts.
- Stellen Sie sicher, dass vor der Installation einer externen Antenne sämtliche Strom- und Spannungsanschlüsse getrennt sind.
- Stellen Sie sicher, dass der SMA-Stecker korrekt angeschlossen ist. Das maximale Anzugsdrehmoment der Überwurfmutter darf 1 Nm nicht überschreiten.
Inbetriebnahme
Jedes Messgerät wird mit folgenden Parametern ausgeliefert:
- Join-Modus: OTAA
- Device EUI (beginnend mit 10 2C EF)
- AppKey
-
JoinEUI
(früher AppEUI):
10 2C EF 00 00 00 00 00
Die Device EUI und der AppKey können direkt über das Display des Messgeräts ausgelesen werden.
Die JoinEUI (früher AppEUI) lautet bei jedem Zähler:
10 2C EF 00 00 00 00 00
- Stellen Sie sicher, dass der Zähler korrekt angeschlossen ist (Phasenfolge, Leiterfolge und Energieflussrichtung).
- Stellen Sie sicher, dass die Strom- und Spannungswandlerverhältnisse bei Wandlerzählern korrekt konfiguriert wurden.
Der Hyperion LoRa dient zur schnellen Erkennung potenzieller Probleme hinsichtlich Verbindungsqualität und Datendurchsatz.
Eine Neupositionierung des LoRaWAN®-Gateways ist auch nach der Installation des Hyperion LoRa möglich.
Solange die empfohlenen Abstände und Funkbedingungen eingehalten werden, kommuniziert der Zähler weiterhin mit dem LoRaWAN®-Netzwerkserver.
Der Betrieb eines Geräts mit SMA-Anschluss ist ausschließlich mit angeschlossener Antenne zulässig.
4. LoRaWAN Funktionsübersicht
LoRa JoinStatus 2/4
Anzeigeinformationen:
- Joined: Zeigt an, ob das Messgerät mit einem LoRaWAN®-Netzwerk verbunden ist.
- Uplink: ACK / NACK (mit oder ohne Bestätigung)
- Zeitstempel des letzten Uplinks
LoRa Status 3/4
Anzeigeinformationen:
- RSSI: Empfangene Signalstärke
- SNR: Signal-Rausch-Verhältnis
- SF: Spreading Factor
- BW: Bandbreite
LoRa JoinMode 4/4
Anzeigeinformationen:
- Join-Modus: OTAA oder ABP
- Downlink: ACK / NACK (mit oder ohne Bestätigung)
- Zeitstempel des letzten Downlinks
LoRa AppKey (nur bei OTAA)
Durch kurzes Drücken der SRVC-Taste wird der aktuell hinterlegte AppKey angezeigt.
Mit der Taste Pfeil Rechts kann ein neuer AppKey generiert werden.
- Ein zweiter kurzer Tastendruck (< 2 s) auf die SRVC-Taste beendet den Bearbeitungsmodus, ohne den AppKey zu ändern.
- Ein zweiter langer Tastendruck (> 2 s) auf die SRVC-Taste bestätigt die Generierung des neuen AppKey und beendet den Bearbeitungsmodus automatisch.
- Die erfolgreiche Generierung eines neuen AppKey wird durch ein kurzes Blinken der Display-Hintergrundbeleuchtung bestätigt.
Der neu erzeugte AppKey kann anschließend durch kurzes Drücken der SRVC-Taste angezeigt werden.
LoRa DevAddr (nur bei ABP)
Durch kurzes Drücken der SRVC-Taste wird die aktuelle DevAddr angezeigt.
Mit der Taste Pfeil Rechts kann eine neue DevAddr generiert werden.
- Ein zweiter kurzer Tastendruck (< 2 s) auf die SRVC-Taste beendet den Bearbeitungsmodus, ohne die DevAddr zu ändern.
- Ein zweiter langer Tastendruck (> 2 s) auf die SRVC-Taste bestätigt die Generierung der neuen DevAddr und beendet den Bearbeitungsmodus automatisch.
- Die erfolgreiche Generierung einer neuen DevAddr wird durch ein kurzes Blinken der Display-Hintergrundbeleuchtung bestätigt.
Die neu erzeugte DevAddr kann anschließend durch kurzes Drücken der SRVC-Taste angezeigt werden.
LoRa NwkSKey (nur bei ABP)
Durch kurzes Drücken der SRVC-Taste wird der aktuelle NwkSKey angezeigt.
Mit der Taste Pfeil Rechts kann ein neuer NwkSKey generiert werden.
- Ein zweiter kurzer Tastendruck (< 2 s) auf die SRVC-Taste beendet den Bearbeitungsmodus, ohne den NwkSKey zu ändern.
- Ein zweiter langer Tastendruck (> 2 s) auf die SRVC-Taste bestätigt die Generierung des neuen NwkSKey und beendet den Bearbeitungsmodus automatisch.
- Die erfolgreiche Generierung eines neuen NwkSKey wird durch ein kurzes Blinken der Display-Hintergrundbeleuchtung bestätigt.
Der neu erzeugte NwkSKey kann anschließend durch kurzes Drücken der SRVC-Taste angezeigt werden.
LoRa JoinMode (verfügbar mit OTAA und ABP)
Der Parameter kann durch kurzes Drücken der SRVC-Taste bearbeitet werden.
Mit der Taste Pfeil Rechts kann zwischen den verfügbaren JoinMode-Optionen gewählt werden.
- Ein zweiter kurzer Tastendruck (< 2 s) auf die SRVC-Taste beendet den Bearbeitungsmodus, ohne den JoinMode zu ändern.
-
Ein zweiter langer Tastendruck (> 2 s) auf die
SRVC-Taste speichert den neuen JoinMode und verlässt automatisch den Bearbeitungsmodus.
Das erfolgreiche Speichern wird durch ein kurzes Blinken der Displaybeleuchtung bestätigt.
Nach einer erfolgreichen Änderung des JoinMode müssen die neuen Schlüssel und Verbindungsparameter auf dem LoRaWAN®-Netzwerkserver hinterlegt werden.
OTAA – Over-the-Air Activation
Die LoRaWAN®-Schnittstelle des Hyperion Energiezählers unterstützt den Verbindungsmodus OTAA (Over-the-Air Activation).
Das Kommunikationsmodul übernimmt dabei automatisch die Authentifizierung und Verschlüsselung mit dem LoRaWAN®-Netzwerkserver und verbindet sich selbstständig mit dem Netzwerk.
Zwischen dem Hyperion Zähler und dem LoRaWAN®-Netzwerk besteht ausschließlich eine 1:1-Verbindung. Diese Kommunikationsart bietet einen erhöhten Schutz gegen unbefugte Zugriffe und Störungen durch Dritte.
LoRa Join
Durchführung eines (erneuten) Netzwerkbeitritts.
Der Parameter kann durch kurzes Drücken der SRVC-Taste ausgewählt werden.
Mit der Taste Pfeil Rechts kann die Option Reboot ausgewählt werden.
- Ein zweiter kurzer Tastendruck (< 2 s) auf die SRVC-Taste beendet den Bearbeitungsmodus, ohne Änderungen zu übernehmen.
- Ein zweiter langer Tastendruck (> 2 s) auf die SRVC-Taste startet den erneuten Join-Vorgang und beendet den Bearbeitungsmodus automatisch.
- Das erfolgreiche Speichern wird durch ein kurzes Blinken der Displaybeleuchtung bestätigt.
LoRa Test
Sendet sofort eine Uplink-Nachricht mit der Konfiguration von Slot 1 an das LoRaWAN®-Netzwerk.
Der Parameter kann durch kurzes Drücken der SRVC-Taste ausgewählt werden.
Der Uplink wird mit der Taste Pfeil Rechts ausgelöst.
- Ein zweiter kurzer Tastendruck (< 2 s) auf die SRVC-Taste beendet den Bearbeitungsmodus, ohne Änderungen vorzunehmen.
- Ein zweiter langer Tastendruck (> 2 s) auf die SRVC-Taste startet den Uplink und beendet den Bearbeitungsmodus automatisch.
- Die erfolgreiche Übertragung wird durch ein kurzes Blinken der Displaybeleuchtung bestätigt.
- Dieser Uplink kann nur gesendet werden, wenn Slot 1 als aktiv markiert ist.
- Dieser Uplink kann nur gesendet werden, sofern keine Duty-Cycle-Beschränkungen aktiv sind.
LoRa-Antenne
Ermöglicht das Umschalten zwischen interner und externer Antenne.
Die Einstellung erfolgt durch kurzes Drücken der SRVC-Taste. Mit der Taste „Pfeil rechts" kann die gewünschte Antennenkonfiguration ausgewählt werden.
- Durch ein erneutes kurzes Drücken der SRVC-Taste (< 2 s) wird der Bearbeitungsmodus verlassen, ohne die Auswahl zu speichern.
- Durch ein erneutes langes Drücken der SRVC-Taste (> 2 s) wird die Auswahl gespeichert und der Bearbeitungsmodus automatisch beendet. Das erfolgreiche Speichern wird durch ein kurzes Blinken der Displaybeleuchtung bestätigt.
- Stellen Sie sicher, dass das Messgerät bei der Installation der externen Antenne spannungsfrei ist.
- Das Messgerät kann beschädigt werden, wenn die Installationsanweisungen nicht befolgt werden.
- Befolgen Sie die Installationsanweisungen sorgfältig.
- Die externe Antenne muss angeschlossen sein, bevor diese Einstellung geändert wird.
LoRa-Schnittstelle
Ermöglicht einen Soft-Reset (SoftReset) des LoRa-Moduls oder das Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen (Factory Reset).
Die Einstellung erfolgt durch kurzes Drücken der SRVC-Taste. Mit der Taste „Pfeil rechts" kann die gewünschte Reset-Funktion ausgewählt werden.
- Durch ein erneutes kurzes Drücken der SRVC-Taste (< 2 s) wird der Bearbeitungsmodus beendet, ohne Änderungen vorzunehmen.
- Durch ein erneutes langes Drücken der SRVC-Taste (> 2 s) wird der ausgewählte Reset ausgeführt und der Bearbeitungsmodus automatisch verlassen. Das erfolgreiche Zurücksetzen wird durch ein kurzes Blinken der Displaybeleuchtung bestätigt.
Ein Reset des LoRa-Moduls hat keinen Einfluss auf Messwerte, Zählerstände oder andere messrelevante Funktionen des Hyperion LoRa. Sämtliche Messdaten bleiben unverändert erhalten.
Join-Anfrage
Solange kein erfolgreicher Join-Vorgang durchgeführt wurde, versucht der Hyperion LoRa regelmäßig, eine Verbindung zu einem LoRaWAN®-Netzwerk herzustellen.
Die Join-Anfragen werden innerhalb eines Zeitfensters von etwa 10 Minuten zufällig verteilt gesendet. Dadurch werden Bandbreitenengpässe reduziert, wenn mehrere Zähler gleichzeitig in demselben Netzwerk betrieben werden.
Der Uplink- und Downlink-Zähler wird nach einem Neustart des Hyperion LoRa auf 0 zurückgesetzt.
LoRa Verbindungstest
Der Hyperion LoRa überprüft mindestens einmal täglich seine Verbindung zum LoRaWAN®-Netzwerk.
Optional können die Datenpakete so konfiguriert werden, dass für jede Uplink-Übertragung eine ACK-Bestätigung angefordert wird.
Ist diese Funktion aktiviert, kann das Messgerät deutlich schneller auf Verbindungsunterbrechungen reagieren.
Der Hyperion LoRa startet automatisch einen neuen (Re-)Join-Prozess, wenn:
- innerhalb von 24 Stunden keine ACK-Bestätigung für Uplink-Nachrichten empfangen wird,
- oder die tägliche Überprüfung der Verbindung zum LoRaWAN®-Netzwerk fehlschlägt.
Die Prüfung der bestehenden Netzwerkverbindung kann über eine Zeitsynchronisation mittels DeviceTimeReq oder über eine Uplink-Nachricht an einen dedizierten fPort mit ACK-Bestätigung erfolgen.
Der Hyperion LoRa Energiezähler kann jede empfangene Downlink-Übertragung bestätigen.
5. Konfiguration der Messwertübertragung
Allgemeine Beschreibung
- Über eine Downlink-Nachricht kann konfiguriert werden, welche Messwerte in welchem Intervall übertragen werden.
- Für die Auslesung stehen ausschließlich Messwerte aus dem Datenlogger sowie dem Logbuch zur Verfügung.
- Für die Konfiguration stehen zehn sogenannte Slots zur Verfügung, die über die fPorts 1 bis 10 abgebildet werden.
- Pro Slot können maximal 10 Messwerte gespeichert werden.
- Slots mit niedrigerer Nummer besitzen eine höhere Priorität.
- Standardmäßig werden die unter Standard-Uplink definierten Messregister übertragen.
- Das Übertragungsintervall kann frei konfiguriert werden. Zulässig sind Intervalle von 1 Minute bis maximal 67.500 Minuten (ca. 45 Tage).
-
Es kann festgelegt werden, ob das LoRaWAN®-Netzwerk jede
Übertragung per ACK bestätigen soll.
- Ist diese Option aktiviert, sendet der Zähler ein Datenpaket erneut, wenn keine Bestätigung vom Netzwerk empfangen wird.
- Für jedes Profil kann definiert werden, ob es aktiv oder inaktiv sein soll.
- Wird ausschließlich das Übertragungsintervall geändert, enthält die Downlink-Nachricht lediglich die beiden Intervall-Bytes sowie die Flags für ACK und Aktiv, jedoch keine zusätzlichen Registerinformationen.
- Falls die zulässige Sendezeit des Zählers für die vorgesehene Datenmenge nicht ausreicht, kann die Übertragung nur teilweise oder überhaupt nicht durchgeführt werden.
Downlink-Meldungen
Der Hyperion Energiezähler LoRa kann jede empfangene Downlink-Übertragung bestätigen.
Beschreibung der Downlink-Nachricht
Die Bitreihenfolge erfolgt im LSB-Format (Least Significant Bit), die Bytereihenfolge im Little-Endian-Format.
Über die Downlink-Nachricht wird konfiguriert, welche Messregister übertragen werden sollen.
Länge: 4 bis 13 Byte
fPort: 110
| Byte | Beschreibung | Beispiel |
|---|---|---|
0–1 |
Zeitintervall in Minuten | 0x01 0x00 0xFF 0xFF |
2 |
Konfigurations-Flags | – |
3–12 |
Register-IDs der zu übertragenden Messwerte | 0x03 ... |
– |
CRC8-Prüfsumme | Siehe Definition |
Konfiguration Flaggenbyte
| Byte | Bit | Beschreibung |
|---|---|---|
00000000 |
1 | Einstellungen unverändert |
00000000 |
2 | Nach dem Upload wird kein ACK erwartet |
00000010 |
2 | ACK für jeden Upload erwartet |
00000100 |
3 | Nach ca. 60 Minuten erneut mit einem bestehenden oder neuen Netzwerk verbinden |
00000000 |
3 | Nicht definiert |
00001000 |
4 | Verbindung deaktiviert |
00000000 |
4 | Verbindung aktiviert |
00010000 |
5 | Nicht definiert |
00000000 |
5 | Nicht definiert |
00100000 |
6 | Nicht definiert |
00000000 |
6 | Nicht definiert |
01000000 |
7 | Nicht definiert |
00000000 |
7 | Nicht definiert |
Eine Liste der verfügbaren Register-IDs finden Sie im Kapitel Measurement Register.
- Werden ausschließlich Byte 0 + 1, das Config-Byte und die CRC8-Prüfsumme übertragen, werden lediglich das Übertragungsintervall und die Konfigurationsflags geändert.
- Die konfigurierten Messregister bleiben dabei unverändert.
Beispiel für 1-Minuten-Intervall-Einstellung
var data = [0x01, 0x00, 0x08, 0x53];
-
0x01 0x00→ 1-Minuten-Intervall -
0x08→ Kein ACK, kein Re-Join, Port aktiv -
0x53→ CRC-8-Prüfsumme
Beispiel für Registerübertragung
Dieses Beispiel zeigt den erforderlichen Downlink für die zyklische Übertragung der Energieregister Active & Reactive Energy Import & Export Tarif 1 & 2 im Abstand von einer Minute.
var data = [0x01, 0x00, 0x0A, 0x01, 0x03, 0x04, 0x05, 0x06, 0x07, 0x08, 0x09, 0x0A, 0x83];
-
0x01 0x00→ 1-Minuten-Intervall -
0x0A→ ACK aktiviert, kein Re-Join, Port aktiv -
0x01→ Zeitstempel -
0x03 – 0x0A→ Für den Uplink ausgewählte Register -
0x83→ CRC-8-Prüfsumme
6. Uplink-Meldung
Die folgenden Nachrichten können vom Hyperion LoRa gesendet werden:
- Join- / Rejoin-Anfrage
- Zeitsynchronisation
- Überwachung der Netzwerkzugehörigkeit
- Übertragung von Messregistern
Join / Rejoin
Der Hyperion LoRa führt einen Join- bzw. Rejoin-Vorgang mit einem LoRaWAN®-Netzwerk durch.
DeviceTimeReq / Zeitsynchronisation
Im Normalbetrieb versucht der Hyperion LoRa regelmäßig, mindestens einmal innerhalb von 24 Stunden und maximal einmal pro Stunde, die aktuelle Uhrzeit und das aktuelle Datum zu synchronisieren.
Für die Übernahme der neuen Zeit gelten folgende Regeln:
- Weichen die bisherige und die neue Uhrzeit um weniger als 2 Sekunden voneinander ab, übernimmt das Messgerät die neue Zeit direkt als gültige Zeitsynchronisation.
- Beträgt die Abweichung mehr als 2 Sekunden, fordert das Messgerät die aktuelle Uhrzeit mindestens drei weitere Male an, um die Korrektheit der empfangenen Zeit zu verifizieren.
Nach dem Einschalten des Geräts oder wenn der interne RTC-Puffer erschöpft wurde, führt das Messgerät mindestens drei DeviceTimeReq-Anfragen durch.
Diese drei Zeitabfragen werden innerhalb eines Zeitraums von etwa drei Minuten ausgeführt.
- Der Betreiber der LoRaWAN®-Infrastruktur muss sicherstellen, dass der Zähler seine Zeit regelmäßig synchronisieren kann, um den ordnungsgemäßen Betrieb des Hyperion Energiezählers sicherzustellen.
-
Der LoRaWAN®-Befehl
DeviceTimeReqist hierfür die empfohlene Lösung.
Versenden von Messwerten
- Der Hyperion LoRa überträgt die angeforderten Registerwerte direkt aus seinem Datenlogger über LoRaWAN®, ohne die Daten zu verändern.
- Die angeforderten Messwerte werden zum jeweiligen Übertragungszeitpunkt aus dem Datenlogger ausgelesen.
- Die Übertragung muss innerhalb des konfigurierten Übertragungsintervalls beginnen und abgeschlossen werden.
Beispiel für ein Übertragungsintervall von 15 Minuten:
- 09:00:02 Uhr: Das LoRa-Kommunikationsmodul liest den letzten Datenloggereintrag aus. Die gespeicherten Werte stammen vom Zeitpunkt 09:00:00 Uhr.
- 09:00:03 Uhr bis 09:14:59 Uhr: Der Zähler versucht, die Daten über das LoRaWAN®-Netzwerk zu übertragen.
- 09:15:02 Uhr: Das LoRa-Kommunikationsmodul liest den nächsten Datenloggereintrag aus. Die gespeicherten Werte stammen vom Zeitpunkt 09:15:00 Uhr.
- Beim Betrieb mehrerer Zähler innerhalb desselben LoRaWAN®-Netzwerks können sich Übertragungen zeitlich überschneiden.
- Falls der Hyperion LoRa aufgrund von Netzwerkbedingungen, beispielsweise eines hohen Spreading Factors (SF) oder einer niedrigen Datenrate, Übertragungen zurückhalten muss, wird lediglich ein Datenpaket gesendet.
- Nicht übertragene Messwerte werden zu einem späteren Zeitpunkt nicht erneut versendet. Stellen Sie daher sicher, dass sowohl der Zähler als auch das LoRaWAN®-Netzwerk für eine vollständige und fristgerechte Datenübertragung ausgelegt sind.
Aufbau von Uplink-Paketen
Die Bitreihenfolge ist LSB, die Bytereihenfolge ist Little Endian. Die ersten vier Bytes enthalten immer den Zeitstempel des Datenloggers.
Erstes Telegramm nach Join mit einem LoRaWAN®-Server
fPort: 100
Länge: 29 Byte
Aufbau
| Byte | Beschreibung |
|---|---|
0-3 |
Aktuelle Systemzeit |
4 |
Typ |
5-8 |
Seriennummer |
9 |
Typ |
10 |
Zählertyp |
11 |
Typ |
12-13 |
Stromwandler primär |
14 |
Typ |
15-16 |
Stromwandler sekundär |
17 |
Typ |
18-19 |
Spannungswandler primär |
20 |
Bauform |
21-22 |
Spannungswandler sekundär |
23 |
Bauform |
24-27 |
MID-Zertifizierungsjahr (BCD) |
28 |
CRC (8 Bit) |
Beispiel für ein Paket:
# System time
# Serial number 22150405
# Meter type Converter Counter → 2
# Current transformer ratio 5:5
# Voltage transformer ratio 100:100
# MID year of certification 2022
CRC should be 0x65
| Daten | Beschreibung |
|---|---|
VAR DATA = [0x68, 0x9B, 0xA8, 0x62
|
Systemzeit 0x62A89B68→ 1655217000 → Dienstag, 14. Juni 2022 → 16:30:00 GMT+02:00 (DST) |
0xF1, 0x05, 0x04, 0x15, 0x22
|
Seriennummer 0x22150405→ 22150405 |
0xF7, 0x02
|
Zählertyp 0x02→ 2 |
0xF3, 0x05, 0x00
|
Stromwandler Primär 0x0005→ 5 |
0xF4, 0x05, 0x00
|
Stromwandler Sekundär 0x0005→ 5 |
0xF5, 0x64, 0x00
|
Spannungswandler Primär 0x0064→ 100 |
0xF6, 0x64, 0x00
|
Spannungswandler Sekundär 0x0064→ 100 |
0xF8, 0x02, 0x00, 0x02, 0x02
|
MID-Zertifizierungsjahr (BCD) → 2022 |
0x65]
|
CRC-8 Prüfsumme |
7. Standard Uplink
Nach dem ersten Start oder nach dem Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen sendet das Messgerät das folgende Telegramm:
- fPort: 1
- Länge: 27 Byte
- Intervall: Alle 15 Minuten wird der aktuellste Eintrag aus dem Datenlogger des Zählers übertragen.
Aufbau:
| Byte | Beschreibung | Beispiel |
|---|---|---|
0–3 |
Zeitstempel | 0x03 |
4 |
Typ | – |
5–8 |
Wirkenergie Import L123 Tarif 1 | 0x04 |
9 |
Typ | – |
10–13 |
Wirkenergie Import L123 Tarif 2 | 0x05 |
14 |
Typ | – |
15–18 |
Wirkenergie Export L123 Tarif 1 | 0x06 |
19 |
Typ | – |
20–23 |
Wirkenergie Export L123 Tarif 2 | 0x07 |
24 |
Typ | – |
25 |
Fehlercode | 0xFF |
26 |
CRC 8-Bit | – |
Die fPorts 1–10 können individuell angepasst werden, wie im Kapitel Downlink Messages beschrieben.
8. Messwerte-Register und Statuscodes
Messwertregister
Die Energiemessungen und technischen Informationen werden aus dem Datenlogger des Hyperion Energiezählers ausgelesen und über LoRa übertragen. Die Speicherung der Messwerte erfolgt jeweils am Ende einer Messperiode (15 Minuten).
- Änderungen an der Konfiguration des Hyperion, z. B. am Stromwandlerverhältnis, werden erst am Ende einer Messperiode im Datenlogger aktualisiert.
| ID | Typ | Beschreibung | Einheit | Auflösung |
|---|---|---|---|---|
0x00 | uInt32 | Index | Index | |
0x01 | uInt32 | Zeitstempel | Zeit | Epoche |
0x02 | uInt32 | Ursprünglicher Zeitstempel des Eintrags | Zeit | Epoche |
0x03 | uInt32 | Effektiver Energieimport L123 T1 | Wh | 1 Wh |
0x04 | uInt32 | Effektiver Energieimport L123 T2 | Wh | 1 Wh |
0x05 | uInt32 | Effektiver Energieexport L123 T1 | Wh | 1 Wh |
0x06 | uInt32 | Effektiver Energieexport L123 T2 | Wh | 1 Wh |
0x07 | uInt32 | Blindenergieimporte L123 T1 | varh | 1 varh |
0x08 | uInt32 | Import reaktive Energie L123 T2 | varh | 1 varh |
0x09 | uInt32 | Exportieren von Blindleistung L123 T1 | varh | 1 varh |
0x0A | uInt32 | Export von Blindleistung L123 T2 | varh | 1 varh |
0x0B | Int32 | Tatsächliche Leistung L123 | W | 1 W |
0x0C | Int32 | Tatsächliche Leistung L1 | W | 1 W |
0x0D | Int32 | Tatsächliche Leistung L2 | W | 1 W |
0x0E | Int32 | Tatsächliche Leistung | W | 1 W |
0x0F | Int32 | Elektrizität L123 | mA | 1 mA |
0x10 | Int32 | Strom L1 | mA | 1 mA |
0x11 | Int32 | Elektrizität L2 | mA | 1 mA |
0x12 | Int32 | Elektrizität L3 | mA | 1 mA |
0x13 | Int32 | Strom L4 (Nullleiter, nur für Stromwandlerzähler) | mA | 1 mA |
0x14 | Int32 | Spannung L1-N | V | 100 mV |
0x15 | Int32 | Spannung L2-N | V | 100 mV |
0x16 | Int32 | Spannung L3-N | V | 100 mV |
0x17 | Int8 | Leistungsfaktor L1 | -1..1 | 0,01 |
0x18 | Int8 | Leistungsfaktor L2 | -1..1 | 0,01 |
0x19 | Int8 | Leistungsfaktor L3 | -1..1 | 0,01 |
0x1A | Int16 | Frequenz | Hz | 0,1 Hz |
0x1B | uInt32 | Mittlere Leistung | W | 1 W |
0x1C | uInt32 | Effektiver Energieimport L123 T1 | kWh | 1 kWh |
0x1D | uInt32 | Import effektiver Energie L123 T2 | kWh | 1 kWh |
0x1E | uInt32 | Effektiver Energieexport L123 T1 | kWh | 1 kWh |
0x1F | uInt32 | Effektiver Energieexport L123 T2 | kWh | 1 kWh |
0x20 | uInt32 | Import reaktive Energie L123 T1 | kvarh | 1 kvarh |
0x21 | uInt32 | Importieren der Blindleistung L123 T2 | kvarh | 1 kvarh |
0x22 | uInt32 | Importieren der Blindleistung L123 T1 | kvarh | 1 kvarh |
0x23 | uInt32 | Importieren der Blindleistung L123 T2 | kvarh | 1 kvarh |
0x24 | uInt64 | Effektiver Energieimport L123 T1 | Wh | 1 Wh |
0x25 | uInt64 | Importarbeit L123 | Wh | 1 Wh |
0x26 | uInt64 | Effektive Energieexporte L123 T1 | Wh | 1 Wh |
0x27 | uInt64 | Effektive Energieexporte L123 T2 | Wh | 1 Wh |
0x28 | uInt64 | Blindenergieimporte L123 T1 | varh | 1 varh |
0x29 | uInt64 | Import reaktive Energie L123 T2 | varh | 1 varh |
0x2A | uInt64 | Exportieren von Blindleistung L123 T1 | varh | 1 varh |
0x2B | uInt64 | Export von Blindleistung L123 T2 | varh | 1 varh |
0xF0 | uInt8 | Fehlercode | ||
0xF1 | uInt32 | Hex Seriennummer | ||
0xF2 | uInt32 | Hex Anlagennummer | ||
0xF3 | uInt16 | Stromwandler Primärseite | ||
0xF4 | uInt16 | Stromwandler sekundär | ||
0xF5 | uInt16 | Spannungswandler primär | ||
0xF6 | uInt16 | Spannungswandler sekundär | ||
0xF7 | uInt8 | Zählertyp | ||
0xF8 | uInt32 | MID Jahr der Zertifizierung | BCD | |
0xF9 | uInt32 | Herstellungsjahr | BCD | |
0xFA | uInt32 | Firmware-Version | ASCII | |
0xFB | uInt32 | MID-Messversion | ASCII | |
0xFC | uInt32 | Produzenten | ASCII | |
0xFD | uInt32 | Hardware-Index | ASCII | |
0xFE | uInt32 | Aktuelle Systemzeit | Zeit | Epoche |
Die möglichen Werte des Fehlercodes finden Sie im Kapitel Status Codes.
9. Status Codes
| Abschnitt | Titel |
|---|---|
| 1 | Einführung |
| 2 | Hardware |
| 3 | Installation und Inbetriebnahme |
| 4 | LoRaWAN-Übersicht |
| 5 | Konfiguration der Messwertübertragung |
| 6 | Uplink-Nachricht |
| 7 | Standard-Uplink |
| 8 | Messregister und Status-Codes |
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